Die Therapie wird ständig verbessert

35 Jahre Anwendung der Therapie nach Tomatis machen es einem unmöglich, in Passivität zu stagnieren und sich mit dem Erreichten zufrieden zu stellen. Aufbauend auf den Theorien und den wissenschaftlichen Grundlagen des Erfinders sind Jozef Vervoort und sein Team stets bemüht, die Hörtherapie noch effektiver zu gestalten. Veränderte technische Möglichkeiten, der Einsatz des Brain Mappings, die Entwicklung des Brain Activators und zusätzliche Programmiereinstellungen, aber auch die vielen Rückmeldungen von Eltern und Betroffenen während der Behandlung sind Bausteine des Erfolgs. Ein großer Teil der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erfolgt im Schwesterinstitut Mozart-Brain-Lab.

Der Brain Activator

Schon früh begann Jozef Vervoort mit Überlegungen, das in der zweiten Hälfte der 1950-er Jahre von Professor Tomatis entwickelte „Elektronische Ohr“ zu verbessern und seinen Vorstellungen anzupassen. Heraus kam der Brain Activator. Zuerst mit zwei belgischen Technikern an der Technischen Universität, dann mit deutschen Partnern setzte er sein ehrgeiziges Projekt um. Mit diesen Geräten arbeiten auch bei Mozart-Brain-Lab ausgebildete Therapeuten in Europa, China, Südafrika, den USA und Kanada.
 
Der Brain Activator vereinigt alle Möglichkeiten des Elektronischen Ohres nach Tomatis, bietet darüber hinaus jedoch zusätzliche einzigartige Einstellmöglichkeiten. Dadurch können neue, spezielle Programme für die auditive-cortikale Stimulation erstellt werden. Diese können wiederum mit den Veränderungen der Funktionsweise des Cortex im Brain Mapping abgeglichen werden und führen zu neuen Erkenntnissen, die in die APP mit einfließen.
 
Das neue Gerät ist darüber hinaus effektiver bei der Anwendung der Methode. Die Resultate sind bei Kindern und Erwachsenen unerwartet gut, sowohl bei einer Verzögerung der intellektuellen oder psychomotorischen Entwicklung, bei Persönlichkeitsstörungen wie auch bei der Behandlung von verringerter Gehirnfunktion als Folge von Traumata oder bei Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson.
 

Verbesserte Klangquellen

Jacob am PC
Bearbeiten der Musikstücke am PC
Musik von Mozart, Gregorianische Choräle und die aufgenommene Stimme der eigenen Mutter wurden lange Zeit auf hochwertigen DAT-Rekordern abgespielt. Nachteil dieser Geräte: die Bänder hatten nur eine beschränkte Laufzeit und die Geräte mussten häufig zur Justierung in die Werkstatt. Also probierte man neue Möglichkeiten aus, versuchte es mit neuen elektronischen Geräten und den Musikstücken auf CDs – mit hoher Auflösung von 24Bit /48 KHz. Sogar erste erfolgreiche Versuche mit 24Bit/96Khz auf DVD wurden hausintern probiert. Als Musikquelle dient vornehmlich der Harddisk Recorder Masterlink9600 von Alesis. Seit 2011 setzen die Institute Atlantis und Mozart-Brain-Lab das selbstentwickelte "APP System 501" zur Wiedergabe ein. Das amerikanische Unternehmen Alesis hatte die Weiterentwicklung und Produktion des Masterlinks eingestellt.
 

Fallstudie

Von Jozef Vervoort, Prof. Martien de Voigt (Niederlande), beide ausgebildete APP-Therapeuten, und von dem Neurologe Dr. Werner van den Bergh (Belgien) erschien im Journal of Neurotherapy, vol. 11 (4), 2007 eine Veröffentlichung, in der beschrieben wird, dass die Verbesserungen, die durch die Audio-Psycho-Phonologie von Tomatis bei vier Patienten erzielt wurden, mit EEG-basierten Brain-Mappings und mittels evozierter Potentiale objektiviert werden konnten.