Verknüpfung von Bewegungs- und Hörtherapie

Therapie am Giger-Gerät
Hören und Treten am Giger-Gerät
Auf dem Rücken liegend Rad fahren oder wie in einem Fitnessstudio auf einem Stepper gleichmäßig „auf der Stelle“ gehen. Auch so etwas gibt es bei Atlantis und seinem Schwesterinstitut Mozart-Brain-Lab. Aber warum? Was hat das mit der Klangtherapie nach Professor Tomatis zu tun?
 
Hier werden zwei effiziente Therapiemaßnahmen miteinander verknüpft. Vor allem die Kombination Auf-dem-Giger-Rad-fahren und gleichzeitig Mozart-Musik-hören, mit einer auf die Motorik einwirkenden Spezialeinstellung des Brain Activators, hat sich bewährt. Über die Stimulation des Gleichgewichtsorgans wird eine bessere Wahrnehmung von Zeit, Raum, Rhythmus und Ordnungsstrukturen angestrebt, ebenso eine bessere Koordination und Motorik, harmonischere Bewegungsabläufe und eine bessere mathematische Wahrnehmung. Die Bewegung und das Hören sind nach Jozef Vervoort eine ideale Verbindung, die im Gehirn „ankommt“ und entsprechend verarbeitet wird.
 
Bei den Geräten handelt es sich um so genannte Giger-Therapiegeräte aus der Schweiz, die nach neurologischen Erkrankungen und Verletzungen des zentralen Nervensystems in der Therapie und Rehabilitation eingesetzt werden.
 
Der angeschlossene Computer zeichnet die Dauer, Intensität und vor allem die Gleichmäßigkeit der Bewegung auf. Während der normalen Therapie können Kinder, Jugendliche und Erwachsene – es stehen verschieden große Geräte zur Verfügung – bis zu einer halben Stunde pro Hörblock am Giger-Gerät arbeiten.
 
Zum Tragen kommt das Giger-Gerät in erster Linie bei Kindern und Erwachsenen mit erheblichen motorischen Handicaps, beispielsweise bei Spastikern, bei Kindern mit schweren Koordinationsstörungen, grobmotorischer Störung allgemein, bei Multipler Sklerose und bei Kindern mit Dyskalkulie.