30 Jahre vzw Atlantis - Jozef Vervoorts Lebenswerk (Fortsetzung)

Nachwuchs zu beginnen. Bart hatte bei seiner Geburt unter Sauerstoffmangel gelitten. Wenige Wochen später begann Jozef selbst mit einer Ausbildung zum Tomatis-Therapeuten. Heute leitet er das renommierte Zentrum Atlantis inmitten von Sint-Truiden, bildet selbst Therapeuten in mehreren Sprachen aus, entwickelt die für die Therapie notwendigen Geräte weiter und träumt davon, mal ein Buch über zahlreiche Fälle aus seiner Praxis zu schreiben. Rund 35.000 Kinder und Erwachsene hat der 1940 geborene ehemalige Schuldirektor bis heute gemeinsam mit einem kleinen Stamm von Therapeuten behandelt.

 

 

Zusammen mit Weggefährten der ersten Stunden, Familie, Angestellten, Freunden, Eltern und Kindern feierte Jozef Vervoort am zweiten Weihnachtstag 2013 das Jubiläum in der hauseigenen Cafeteria. Lob zollten ihm in kurzen Ansprachen Sint-Truidens Bürgermeisterin Veerle Heeren und der Erste Stadtrat Pascal Vossius. Dem Stadtoberhaupt gefallen vor allem die deutschen Töne rund um ihren schönen Marktplatz, denn sie weiß, die gehören zu Atlantis. Und Vossius, früher Besitzer eines bekannten Cafes und ständigen Treffpunkts von Eltern und Kindern, erinnert sich, dass man extra deutsche Speisekarten für die Gäste von Atlantis habe drucken lassen, weil viele mit dem niederländischen Ausdrücken nicht zurechtkamen.
 

 

Die Jubiläumsfeier im Bild (12 Bilder)

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Vom Privathaus der Familie Vervoort ging es Jahre später in das erste externe Zentrum ein paar Straßen entfernt im Tiensesteenweg. Dann kam der Kastanienhof dazu und immer wieder Wohnungen und Appartements, damit die Eltern während der Therapie eine Bleibe vor Ort hatten. Heute kann der gemeinnützige Verein vzw Atlantis (vzw =  Vereniging zonder winstoogmerk, wörtlich: Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht – eine juristische Person belgischen Rechts) rund 300 Übernachtungsmöglichkeiten in verschiedenen Kategorien anbieten, kann maximal rund 100 Kinder und Erwachsene zeitgleich behandeln und beschäftigt rund 40 Mitarbeiter. Mozart-Brain-Lab, ein zweites Institut in der Nähe des Bahnhofs, kümmert sich in erster Linie um Forschung und Aus- und Weiterbildung, bietet aber auch Plätze für die Therapie und Zimmer für die Gäste an.
 
Auch für die Zukunft ist schon gesorgt. Astrid Punie-Vervoort wird sich nach abgeschlossener Lehrer-Ausbildung gemeinsam mit ihrem Mann Didier voll auf das „Lebenswerk ihres Vaters“ (Astrid in einer Ansprache im Rahmen des Jubiläums) konzentrieren und mit aller Kraft fortführen.